Vitamin B1: Gute Laune im Gepäck

Abgeschlagenheit, Erschöpfung und Müdigkeit können Anzeichen für einen Vitamin B1-Mangel sein. Oft gesellen sich noch Reizbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden hinzu. Vitamin B1-Mangel wird häufig bei Alkoholikern beobachtet. Der Alkohol frisst das Vitamin regelrecht auf. Doch auch wer übermäßig viel Kaffee oder Tee trinkt und gerne nascht, raubt seinem Körper dieses wichtige Vitamin.

Thiamin, wie Vitamin B1 auch heißt, ist wasserlöslich, was bedeutet, dass es schnell über Blut oder Urin ausgespült wird. Der Körper kann es nur begrenzt speichern. Deshalb muss es täglich neu zugeführt werden. Doch mangelt es heutzutage in der Nahrung oft daran. Thiamin ist vor allem in Schalen zu finden, insbesondere bei  Getreide und Reis. Auch wenn der Trend wieder etwas mehr in Richtung Vollkornprodukte geht, werden trotzdem noch zu viele Weißmehlprodukte und polierter Reis verzehrt.

Zum Vergleich:  Einhundert Gramm Vollkornweizen enthalten 0,35 Milligramm Thiamin, beim Weißmehl sind es gerade mal 0,08 Milligramm. Besonders reich enthalten ist Vitamin B1 in Sonnenblumenkernen (100 Gramm enthalten 1,95 Milligramm), in Naturreis, Kleie und Bierhefe. Die empfohlene tägliche Zufuhr des Vitamins schwankt: von 1,1 bis 5 Milligramm reichen die Angaben – wobei hohe Dosen für ältere Menschen, Raucher, stillende Mütter und Schwangere sowie für Stressgeplagte oder chronisch Kranke erforderlich sind.

Thiamin wird auch als Nervenvitamin bezeichnet, weil es eine große Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel von Nerven und Muskeln spielt. Der Körper benötigt es für die Übermittlung von Nervenimpulsen und für den Aufbau von wichtigen Nervenbotenstoffen im Gehirn, so auch bei dem „Glückshormon“ Serotonin. Außerdem stärkt Vitamin B1 das Immunsystem und spielt bei der Schmerzlinderung eine Rolle.

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