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Themenbereich Vitamine - Die wichtigsten Vitamine

Vitamine

Vitamine sind für eine gesunde, ausgewogene Ernährung das A und O. Ohne Vitamine ist ein gesundes Leben und das Gefühl der Gesundheit nicht vorstellbar.

 

DIE WICHTIGSTEN VITAMINE
 
Vitamin A Vitamin B1 Vitamin B2
Vitamin B3 Vitamin B5 Vitamin B6
Folsäure Vitamin B12 Vitamin C
Vitamin D Vitamin E Vitamin H
Vitamin K

 

VITAMIN A (RETINOL, BETA-CAROTIN), fettlöslich  

Vitamin A ist ein wichtiger Bestandteil des lichtempfindlichen Sehpurpurs auf den Zapfen und Stäbchen der Augennetzhaut und spielt für das Farb-, sowie das Hell-Dunkel-Sehen eine bedeutende Rolle. Bei einem Mangel kann sich der Sehpurpur nicht mehr regenerieren. Zudem sorgt das Vitamin A für gesunde Schleimhäute in Mund, Lungen, Verdauungstrakt, Nieren, Blase und in den Geschlechtsorganen. Ein Mangel kann zu Wachstumsstörungen bei Kindern, zu Hautveränderungen, Nachtblindheit, sowie zu Problemen beim Farbensehen führen. 

In seiner aktiven Form kommt Vitamin A nur in tierischer Nahrung vor: Lebertran, Fisch, Leber, Milch, Butter, Käse, Ei, usw. Aber auch die Aufnahme von Provitaminen - einer Vorstufe zum eigentlichen Vitamin - den sogenannten Beta-Carotinoiden, kann den täglichen Bedarf an Vitamin A durchaus decken. Sie sind hauptsächlich in grünem, gelbem und orangem Gemüse (z.B. Karotten) enthalten. Pflanzliches Carotin wird auch als natürlicher Lebensmittelfarbstoff verwendet. 

Da eine Überdosierung an Vitamin A gesundheitsschädlich sein kann, sollte von einer Selbstmedikation abgesehen werden. Gute Kombi- oder Multi-Vitaminpräparate enthalten meist kein reines Vitamin A, sondern das Provitamin Beta-Carotin. Bei der Einnahme von Beta-Carotin bestehen keine Beschränkungen, da eine Überdosierung nicht zu befürchten ist. 

Das Provitamin Beta-Carotin, das vom Organismus zu Vitamin A umgewandelt wird, hat besonders in jüngster Zeit das Interesse der wissenschaftlichen Forschung geweckt. In verschiedenen Langzeitversuchen in den USA und Europa wurde festgestellt, dass Beta-Carotin ein hervorragender Fänger freier Radikale ist und als solcher einen wichtigen Schutzfaktor gegen verschiedene Krebserkrankungen darstellt. 

Beta-Carotin ist in Karotten, Süßkartoffeln, Spinat und Broccoli enthalten. Da es ein fettlösliches Provitamin ist, sollten diese Nahrungsmittel zur besseren Aufnahme und Verwertung mit etwas Butter oder Olivenöl zubereitet werden. Wird Beta-Carotin in Tablettenform eingenommen (z.B. in Form eines Multi-Vitaminkomplexes) sollte dies mit dem Essen - und wieder mit etwas Fett oder Öl - geschehen. 
Ein erhöhter Bedarf an Vitamin A, bzw. Beta-Carotin, besteht während der Schwangerschaft, der Stillzeit, bei Darminfektionen, bei Rauchern und bei regelmäßigem Alkoholmissbrauch. 

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VITAMIN B 1 (THIAMIN), wasserlöslich 

Die Vitamine der B-Reihe wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt als Christian Eijkman feststellte, dass Hühner, die ausschließlich mit poliertem Reis gefüttert wurden, an Muskellähmungen litten, wie sie für die Mangelkrankheit Beri-Beri typisch sind. 

Vitamin B 1 ist besonders wichtig für den Kohlehydratstoffwechsel von Nerven und Muskeln. Kohlehydrate, Zucker und Stärke, müssen im Organismus über mehrere Stufen zu einfachen Zuckern, Glucose, umgebaut werden, bevor sie resorbiert werden können. Nerven, Muskeln und vor allem das Gehirn sind ständig auf die Energiegewinnung aus Glucose angewiesen. Ein erhöhter Konsum an Kohlehydraten oder Alkohol erfordert mehr Vitamin B 1. 

In den USA wird Thiamin oft zur Therapie in Nervenkliniken, in der Alkoholentwöhnung oder bei Kindern mit Lernschwierigkeiten verabreicht. Die häufigste Verabreichungsform ist in Verbindung mit den übrigen Vitaminen der B-Gruppe. 

Vitamin B 1 kommt in der Natur in konzentrierter Form hauptsächlich in Verbindung mit Stärke vor, nämlich in den Silberhäutchen der Getreide. Da die moderne Getreideverarbeitung diese Silberhäutchen jedoch meist entfernt, werden industriell verarbeitete Getreideprodukte oft nachträglich mit Vitaminen der B-Gruppe angereichert. 

Da Vitamin B 1 wasserlöslich ist, geht es verloren, wenn die Nahrungsmittel zu stark gewässert oder blanchiert werden. Deshalb ist schnelle und schonende Zubereitung sehr wichtig. 

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VITAMIN B 2 (RIBOFLAVIN), wasserlöslich  

Früher wurde das 'gelbe' Vitamin B 2 in größeren Mengen aus Molke gewonnen. Wegen seiner gelblichen Farbe erhielt es zunächst den Namen Lactoflavin. Ein Baustein der Substanz ist die Zuckerart Ribose, worauf sich der heute gebräuchliche Name bezieht. 

Das Vitamin B 2 ist in sämtliche Stoffwechselprozesse des Organismus eingebunden und findet sich deshalb auch in allen Körperzellen. Es spielt eine besondere Rolle bei der Umwandlung von Fetten, Eiweißen und Kohlehydraten in Nährstoffe. Es beeinflusst das menschliche Wachstum - 'Wachstumsvitamin' - und fördert in Verbindung mit dem Vitamin A die Gewebereparatur und den Heilungsprozess bei Hautproblemen. Erste Anzeichen eines Defizits sind kleine Wunden oder 'Risse' um Augen, Lider, Nase, Mundwinkel und um das Nagelbett der Fingernägel, sowie Sehstörungen. 

Medizinisch wird Riboflavin oft nach Magenoperationen oder in Verbindung mit einer Antibiotika-Therapie verabreicht. Ein erhöhter Bedarf besteht bei fettreicher Diät, Alkohol- und Tabakmissbrauch, in Stresssituationen, bei starker psychischer Belastung, bei Rekonvaleszenz und bei der Dauereinnahme von Medikamenten. 

Natürliche Lieferanten von Vitamin B 2 sind Innereien, Fleisch und Fisch, Hefe, Milchprodukte, Eier, Spinat, Grünkohl, Pilze und Mandeln. Riboflavin ist sehr hitzeempfindlich. Deshalb sollten die Nahrungsmittel nur mit wenig Wasser und zugedeckt gegart werden. Verwenden Sie das Kochwasser für die Saucenzubereitung. Auch Licht schädigt dieses Vitamin und deshalb sollten Fleisch, Fisch, Milch, Milchprodukte und Gemüse vorzugsweise lichtgeschützt aufbewahrt werden. 

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VITAMIN B 3 (NIACIN), wasserlöslich 

Niacin findet sich in allen lebenden Zellen und wird in der Leber gespeichert. Es bildet einen wichtigen Baustein verschiedener Coenzyme und wirkt sozusagen wie eine 'Zündkerze', ohne die es keinen richtigen Stoffwechsel und keine Resorption von Eiweißen, Fetten und Kohlehydraten gibt. 

Der therapeutische Einsatz von Niacin gilt vor allem der schweren Mangelkrankheit Pellagra ('rauhe Haut'), sowie anderen Mangelerscheinungen. Es wird auch bei Blei- oder Arsenvergiftungen, sowie bei der Alkohol- und Nikotinentwöhnung verabreicht. Seine gefässerweiternde Wirkung wird auch bei der Behandlung von Asthma, Zirkulationsstörungen und Migräne ausgenützt. Ein Mangel kann durch einseitige Ernährung, oder auch durch chronische Magen-Darm-Erkrankungen entstehen. Alkoholiker habe einen erhöhten Niacin-Bedarf. 

Natürliche Lieferanten von Vitamin B 3 sind hochwertige Eiweißnahrungsmittel, wie Geflügel, Wild, Fisch, Milchprodukte und Eier. Vegetarier decken ihren Bedarf mit Weizenkleie, Erdnüssen, Datteln, Champignons, Bierhefe, getrockneten Aprikosen und Hülsenfrüchten. 

Niacin ist gegenüber Licht, Hitze und dem Luftsauerstoff weniger empfindlich als andere Vitamine der B-Gruppe. Da es jedoch auch wasserlöslich ist, sollte man schonend und nicht zu lange garen. 

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VITAMIN B 5 (CALCIUM PANTOTHENAT), wasserlöslich  

Das Vitamin B 5 kommt im ganzen Körper vor. Es wurde relativ spät entdeckt und gibt der Wissenschaft auch heute noch zahlreiche Rätsel auf. Die Pantothensäure ist ein Baustein des Coenzyms A, einer Substanz, die im gesamten Energiestoffwechsel eine Schlüsselstellung einnimmt. Alle Bindegewebe, Schleimhäute, Haare und Nägel benötigen für ihren Aufbau Pantothensäure. Eine gleichermaßen wichtige Stellung nimmt sie aber auch im körpereigenen Immunsystem ein. 

In der Medizin wird Pantothensäure für die äußerliche Behandlung von Wunden und Verbrennungen eingesetzt. Nach Operationen werden oft höhere Dosen verabreicht, um die Darmbewegung wieder in Gang zu setzen. In der Kosmetik findet Pantothensäure als 'Schönheitsvitamin' in den verschiedensten Hautcrèmes und Shampoos Verwendung. Mögliche Mangelerscheinungen sind 'brennende Füße, erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infektionen, brüchige Haare und Nägel, frühzeitiges Ergrauen der Haare. 

Das Vitamin B 5 findet sich in nahezu allen Lebensmitteln. Als Nahrungsergänzung wirkt sich Pantothensäure günstig auf Haar- und Nagelwuchs aus. 

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VITAMIN B 6 (PYRIDOXIN), wasserlöslich  

Das Vitamin B 6 wird oft als das 'Verdauungsvitamin' bezeichnet. Es ist besonders dort wichtig, wo viel Eiweiß umgesetzt werden muss, z.B. im Wachstum und während der Schwangerschaft. Pyridoxin ist ein Coenzym für viele Enzyme, die an den unterschiedlichsten Stoffwechselvorgängen beteiligt sind und diese miteinander verknüpfen. Es ist außerdem für die Zellteilung zuständig, die besonders im Wachstum von größter Bedeutung ist. Da es auch bei der 'Zellspezialisierung' eine besondere Rolle spielt, gilt es neben der Folsäure als das wichtigste 'Schwangerschaftsvitamin'. Herz, Hirn und Leber können ihre Funktion nur dann erfüllen, wenn immer genügend Vitamin B 6 zur Verfügung steht. Es ist außerdem auch ein Baustein der Transmitterstoffe (Übermittlersubstanzen), die für die Reiz-, bzw. Signalübertragung von einer Nervenzelle zur anderen zuständig sind. 

Das Vitamin B 6 wirkt spezifisch gegen Schwangerschaftsübelkeit und lindert Menstruationsbeschwerden. Es wird außerdem oft gegen Schwindel und bei Reisekrankheit verschrieben, da es die Nerven des Gleichgewichtsorgans dämpft. Auch das sogenannte 'Chinarestaurant-Syndrom' (Empfindlichkeit gegen Glutamat) wird mit Vitamin B 6 erfolgreich behandelt. Ein Defizit entsteht durch die Einnahme der Antibabypille, von Antibiotika, oder bei anhaltendem Alkoholkonsum. Kinder, die sich vornehmlich von erhitzten Fertiggerichten und wenig Frischkost ernähren, können B 6 Mangelerscheinungen zeigen. 

Pyridoxin ist in allen grünen Pflanzen enthalten, in Leber, Geflügel-, Lamm- und Rindfleisch, in Seefischen, Makrelen, Sardinen und Milchprodukten, in Vollkorn, Zuckermais, Soja, usw. 

Vorsicht bei Diäten: Vitamin B 6 ist vor allem in energiereichen Lebensmitteln enthalten, die bei Diäten mit Kalorienreduktion vermieden oder stark reduziert werden. Bei längeren Diäten dieser Art, sollte Vitamin B 6 zusätzlich zugeführt werden. 

Obwohl die meisten Frischprodukte reich an Vitamin B 6 sind - eine Banane deckt zum Beispiel bereits 30 Prozent der empfohlenen Tagesmenge - gilt dies nur für den Rohzustand. Durch Kochen, Braten, Blanchieren, usw., sowie auch durch das Sterilisieren von Milch, gehen bis zu 50 Prozent der ursprünglich vorhandenen Menge verloren. 

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FOLSÄURE (FOLACIN), wasserlöslich 

Die Folsäure gehört ebenfalls zu den Vitaminen der B-Gruppe. Es handelt sich dabei um eine komplex gebaute organische Säure, die sich vor allem in Blättern findet, z.B. im Spinat, aber auch in Leber und Hefe vorkommt. Sie hilft beim Aufbau von Zwischenprodukten im Stoffwechsel, die ihrerseits wiederum für den Zellaufbau lebensnotwendig sind. Sie ist außerdem essentiell für die Synthese von Nukleinsäuren (Desoxyribonukleinsäure - DNS, Ribonukleinsäure - RNS), die die Basisinformationen der Erbanlagen enthalten und genetische Informationen in jede einzelne Körperzelle tragen. Zusammen mit dem Vitamin B 12 (Cobalamin) ist die Folsäure von allergrößter Bedeutung für die Blutbildung - rote und weiße Blutkörperchen, sowie für die Produktion der Blutplättchen, die für die Blutgerinnung und damit für den 'Wundverschluss' notwendig sind. Aufgrund ihrer vielfältigen Funktionen im Bereich der Zellbildung wird die Folsäure auch oft als 'Wachstumsfaktor' bezeichnet. 

Ein Folsäuremangel kann sich in anämischen Zuständen (Blutarmut), aber auch durch eine Neigung zu Frühgeburten manifestieren. Auch verlangsamte Wundheilung, Neigung zu Nasenbluten und ungenügende Blutgerinnung kann einen Folsäuremangel anzeigen. Die schwerste Form eines solchen Mangels stellt jedoch die Spina bifida - 'offener Rücken' - dar. Dabei handelt es sich um eine embryonale Entwicklungsstörung, bei der sich das Neuralrohr des Rückgrats nur ungenügend schließt. Mit ein bis zwei Fällen pro 1000 Geburten gehört der 'offene Rücken' zu den häufigsten Geburtsfehlern überhaupt und wäre durchaus vermeidbar, wenn die werdende Mutter vom Beginn der Schwangerschaft an - oder bereits vorher - zusätzlich Folsäure einnehmen würde. 

Seit etwa 1990 bemüht sich die Schweizerische Ernährungskommission um die Entscheidung des Schweizerischen Bundesrates, Folsäure dem Mehl beizumischen. Ähnlich wie das dem Kochsalz beigemischte Jod die Kropfbildung verhindert, könnte Folsäure im Mehl zahlreichen Eltern das Leid einer vermeidbaren Missbildung ihres Kindes zu ersparen. Dr. Robert Morger, der 28 Jahre lang der kinderchirurgischen Klinik des Kinderspitals St. Gallen vorstand, sagt dazu: 

"Nebst der Vererbung ist vor allem ein Mangel an Folsäure, einem B-Vitamin, für die Missbildung der 'Spina bifida' verantwortlich. Medizinisch gesichert ist diese Tatsache seit Anfang der 90er-Jahre. Wenn nun dieser Mangel behoben werden könnte, und zwar schon vor Beginn einer Schwangerschaft, könnten rund 70 Prozent der Missbildungen verhindert werden . . . 
. . . Untersuchungen haben gezeigt, dass nur mit einer konsequenten, regelmäßigen früchte- und gemüsereichen Ernährung die nötigen Folsäurewerte erreicht werden können. Weil aber unsere Ernährung tatsächlich manchmal zu wünschen übrig lässt - vor allem bei den Jugendlichen - bedarf es einer zusätzlichen Vitaminzufuhr . . ." (Zitat aus einem Interview mit der Rheintalischen Regionalzeitung "Anzeiger", Nr. 27, vom 2. Juli 1996). 

Die Ursache für einen Folsäuremangel liegt in unseren Breiten meist in einer zu stark 'zerkochten' Ernährung. Dazu gehört auch der Konsum über längere Zeit warmgehaltenen oder wieder aufgewärmten Essens. Im Kochtopf wandert die Folsäure nahezu gänzlich ins Kochwasser. Als eines der 'sensibelsten' Vitamine ist die Folsäure äußerst empfindlich gegen Hitze, Licht und UV-Strahlung. Ein frischer Salat - wenn auch ursprünglich reich an Folsäure - verliert diese zusehends, wenn er nach dem Schnitt zu lange dem Tageslicht ausgesetzt ist. Beim Konsum von eingemachtem - auch tiefgefrorenem - Gemüse, Spinat, usw., sollte man das Beiwasser unbedingt mit genießen, um wenigstens noch einen Teil dieses Vitamins zu 'erwischen'. Bei einer Ernährungsweise, die sich zur Hauptsache auf Hamburger, Hot Dogs oder Schnitzel-Pommes-frites stützt, ist ein Folsäuremangel vorprogrammiert. 

Ein Mehrbedarf an Folsäure besteht in allen Lebensphasen mit erhöhtem Zellwachstumsbedarf, wie Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit, Jugend, aber auch nach größeren Verletzungen oder Operationen. Ein Defizit kann entstehen durch die Einnahme von Barbituraten (Schlafmitteln) oder von Antibiotika. 

Da Folsäure eng mit anderen Vitaminen der B-Gruppe zusammenarbeitet - allen voran das Vitamin B 12 - wird es meist in Kombi- oder Multi-Vitaminform angeboten. 

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VITAMIN B 12 (COBALAMIN), wasserlöslich 

Vitamin B 12 ist das zuletzt entdeckte Vitamin dieser Gruppe. Es handelt sich dabei um eine sehr komplizierte Verbindung, die chemisch mit dem Blutfarbstoff verwandt ist. Es wirkt hauptsächlich als 'Zwischensubstanz' beim Aufbau von Blutzellen, Nervenzellen und Eiweißstoffen. Gleichzeitig ist es ein entscheidender Wachstumsfaktor, der eng mit dem Protein-, Fett- und Kohlehydratstoffwechsel verknüpft ist. Das Vitamin B 12 kann vom Körper nicht direkt aufgebrochen und resorbiert werden. Es muss sich vorher mit einem von der Magenschleimhaut ausgeschiedenen Enzym, einem Glycoproteid, dem sogenannten Intrinsic Factor, verbinden. Den Namen Cobalamin verdankt es der Tatsache, dass es als einziges Vitamin ein Metallatom - Kobalt - enthält. 

Cobalamin ist ein 'Fleischvitamin' und kommt ausschließlich in tierischen Produkten vor. Veganer, die weder Fleisch noch Milch oder Eier zu sich nehmen, aber vor allem auch deren Babys, können sehr leicht in ein Defizit geraten. Mögliche Ausweichprodukte sind Bierhefe, Getreidekeime und durch Fermentation gewonnene Sojaprodukte, wie Miso oder Tempeh. Nach neueren Erkenntnissen sind auch bestimmte Algen, z.B. Chlorella oder Spirulina, sehr gute Vitamin B 12 Lieferanten. 

Ein erhöhter Bedarf besteht bei bestimmten Darmerkrankungen und bei Hepatitis. Ein Defizit kann entstehen durch die Einnahme von Antibiotika über längere Zeit, starkes Rauchen, Alkoholismus, einseitige Kohlehydraternährung in Verbindung mit mangelnder Eiweißzufuhr, eine bösartige Anämie (perniziöse Anämie, verursacht durch einen Mangel an Vitamin B12, der zu einer Veränderung der roten Blutkörperchen und gleichzeitig zu einer Verringerung ihrer Gesamtzahl führt; kommt häufig bei Veganern, sowie nach teilweiser oder vollständiger Entfernung des Magens oder des Dünndarms vor). 

In Verbindung mit bestimmten Antibiotika wirkt Vitamin B 12 stark wachstumsbeschleunigend und wird deshalb oft - in vielen europäischen Ländern heute jedoch illegalerweise - dem Kraftfutter für die Tiermast beigemischt. 

Als einziges wasserlösliches Vitamin besitzt Cobalamin im Körper eine hohe Speicherfähigkeit (bis zu 5 Jahre). Auch sonst ist es vergleichsweise unempfindlich - beim Kochen gehen im Schnitt 'nur' etwa 12 bis 15 Prozent verloren. 

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VITAMIN C (ASCORBINSÄURE), wasserlöslich 

Aufgrund seiner Eigenschaft als 'anti-skorbutisches Vitamin' tauften seine Entdecker dieses Vitamin kurz 'Ascorbinsäure'. Es ist eindeutig das populärste Vitamin, das im Organismus eine ganze Reihe von Schutzfunktionen erfüllt. Es stärkt das Immunsystem und fördert die Wundheilung und Narbenbildung. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Knochen-, Zahn- und Blutbildung, verbessert die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Produkten und wird beim Aufbau von Stresshormonen benötigt. Jüngste Studien scheinen außerdem darauf hinzuweisen, dass es auch in der Drogenentwöhnung unterstützend wirkt. Das Vitamin C ist als starkes Antioxidans zudem ein sehr wirkungsvoller Fänger freier Radikale und verschiedene Krebsforscher in aller Welt sind deshalb der Überzeugung, dass hohe Dosen von Vitamin C krebshemmend wirken. 

Der Chemiker und zweifache Nobelpreisträger Dr. Linus Pauling - auch bekannt als der 'Vitaminpapst' - der 95 Jahre alt wurde, nahm zusätzlich zu seiner normalen Nahrung täglich bis zu 50 Gramm (50000 mg) Vitamin C, 800 mg Vitamin E, hohe Dosen des Vitamin B-Komplexes, sowie Selen und Zink zu sich. Er war fest davon überzeugt, dass dies zellverjüngend, abwehrstärkend und lebensverlängernd wirkte. Obwohl eine Überdosierung an Vitamin C nicht zu befürchten ist, können zu hohe Dosen manchmal zu Durchfall führen. Über längere Zeit hinweg können sie außerdem nach Meinung verschiedener Wissenschaftler die Entstehung von Magen- oder Darmgeschwüren begünstigen. 

Die meisten Säugetiere, so auch Hunde und Katzen, können Ascorbinsäure selbst in ihrem Körpergewebe synthetisieren. Der Mensch kann das nicht und muss daher täglich seinen Bedarf an diesem wichtigen Vitamin von neuem eindecken. Die bedeutsamsten Vitamin C Lieferanten sind frische Früchte, vor allem Orangen und Zitronen, Sanddorn, schwarze Johannisbeeren, Paprika, Petersilie, Sauerkraut, Kartoffeln und frisches Gemüse. Da heute bereits nahezu jedes Bonbon mit Ascorbinsäure angereichert wird, sind Mangelerscheinungen eher selten. 

Ein erhöhter Bedarf besteht bei Erkältungen und grippalen Infekten, bei anhaltendem Stress oder Arbeitsüberlastung. Defizite können bei starken Rauchern oder bei häufigem Alkoholmissbrauch entstehen. 

Bei einer natürlichen Ernährungsweise sollte man Grünzeug möglichst frisch kaufen und erst kurz vor dem Essen rüsten oder mit wenig Zitronensaft kühl und dunkel stellen. Wer Speisen zu lange kocht, über längere Zeit warm hält oder geschnittene Gemüse und frische Früchte zu lange dem Licht aussetzt, riskiert einen bis zu 70-prozentigen Verlust an Vitamin C. Auch längeres Wässern senkt den Vitamin C Gehalt zusehends. 

ANMERKUNG: Dr. H. Kinadeter empfiehlt Rauchern mit einer Suchtdosis von 20 Zigaretten und mehr pro Tag eine tägliche Mindestmenge von 5000 mg (5 Gramm) Vitamin C (Harald Kinadeter, "Gesund mit Vitaminen", dtv-Ratgeber, München, 1995). 

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VITAMIN D (CALCIFEROLE), fettlöslich  

Vitamin D, das 'Sonnenvitamin', wird unter Einwirkung von UV-Strahlung aus einer Form des Cholesterins gebildet. Eine typische Vitamin D Mangelkrankheit ist die Rachitis, die man früher durch die Verabreichung von Lebertran behandelte. Die Symptome der Rachitis oder 'Knochenerweichung' waren schon im Altertum bekannt und wurden im 17. Jahrhundert erstmals ausführlich beschrieben. In Europa war die Krankheit hauptsächlich in den lichtarmen Industriestädten des Nordens weit verbreitet. Auch die Kinderarbeit in dunklen und feuchten Arbeitsräumen ohne Tageslicht und bei unzureichender Ernährung, trug sicher einen gewichtigen Teil zur Verbreitung dieser Krankheit bei. Im Jahre 1919 wurden erstmals Heilerfolge mit einer Höhensonnen-Therapie erzielt. 

Das Vitamin D regelt den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel und übernimmt damit eine gewichtige Rolle im Knochenbau, der Bildung des Zahnschmelzes (Kariesschutz), der Blutgerinnung, der Muskelarbeit und der Übertragung von Nervenreizen auf die Muskeln. In den Industrieländern ist ein Mangel heute eher selten. In den 'dunklen' Jahreszeiten - Spätherbst, Winter, Frühjahr - weisen manche Menschen niedrigere Werte auf, da Vitamin D unter Sonneneinwirkung in der Haut gebildet wird. Auch Menschen, die wegen ihrer Arbeitsumstände während des Tages nicht ans Licht können, sind dem Risiko eines Defizits ausgesetzt. 

Mit einem möglichen Defizit müssen auch Frauen rechnen, die die 'Pille' nehmen, sowie Raucher und notorische 'Stubenhocker'. Wenn keine anderen organischen Ursachen vorliegen, schafft meist ein täglicher Aufenthalt von mindestens 30 Minuten im Sonnenlicht, bei dem wenigstens das Gesicht, die Hände und möglichst auch die Unterarme dem Tageslicht ausgesetzt sind, rasch Abhilfe. 

Die Einnahme von Vitamin D in reiner Form ist nicht unproblematisch. Medizinisch wird diese Form meist nur bei Kindern und älteren Menschen eingesetzt, sofern eine tatsächliche Rachitisgefahr besteht. Bei Überdosen kann es zu Erbrechen und Durchfall kommen; über einen längeren Zeitraum hinweg besteht auch die Gefahr von Kalkablagerungen in den Arterien, dem Herzmuskel und - am gefährlichsten - in den Nieren. Von einer Selbstmedikation sollte abgesehen werden. 

Gute Kombi- oder Multi-Vitaminpräparate enthalten kein reines Vitamin D, sondern - wenn überhaupt - das natürlich vorkommende Fischöl (z.B. Lebertran) oder das Vitamin D 3 (Cholecalciferol). Bei der Einnahme dieser Formen des Vitamins D besteht keine Gefahr einer Überdosierung. 

Das natürliche Vitamin D 3 kommt in Fleisch, Leber, Fischöl (Lebertran), sowie im Eigelb, in Butter, Käse und Milch vor. In pflanzlichen Produkten ist es als Provitamin Ergosterin in Weizenkeimen, Spinat, Pilzen, Kohl, Hefe und Sonnenblumenkernen enthalten. 

Das natürliche Vitamin D 3 ist hitzebeständig bis etwa 180 Grad Celsius. Es empfiehlt sich deshalb, Fisch nicht immer zu grillieren, sondern ihn vermehrt entweder kurz anzubraten oder im eigenen Saft zu dünsten. 

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VITAMIN E (TOCOPHEROLE), fettlöslich 

Das Vitamin E wurde bereits 1922 entdeckt, und es wurde auch nachgewiesen, dass es für die Fortpflanzung unentbehrlich ist. Seine wahre Bedeutung aber wurde erst in den 80er Jahren erkannt. Schon 1931 wurde in Laborversuchen festgestellt, dass Ratten und Kaninchen an Muskelschwund erkrankten und unfruchtbar wurden, wenn ihr Futter kein Vitamin E enthielt. Die ersten Vitamin E Behandlungen von Kindern mit Muskelschwund wurden 1938 erfolgreich durchgeführt. Jedoch erst durch jüngere Entwicklungen im Leistungssport erkannte man, dass Sportler, die Weizenkeimöl zu sich genommen hatten, den sogenannten 'toten Punkt' nicht erreichten und Höchstleistungen leichter erzielen konnten. 

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass Vitamin E unter anderem herzstärkend wirkt, die Lebensdauer der roten Blutkörperchen erhöht und den Stoffwechsel günstig beeinflusst. Seine Wirkungen gleichen denen des Herzmittels 'Digitalis', jedoch ohne dessen giftige Nebeneffekte. Das Vitamin E senkt außerdem den Gesamtfettgehalt des Blutes und wirkt damit der Arterienverkalkung entgegen. Bereits vorhandene Schäden scheint dieses Vitamin sogar wieder abzubauen. Seine gefässerweiternde Wirkung begünstigt eine bessere natürliche Durchblutung. 

Neben seinen zahlreichen günstigen Wirkungen auf den Organismus, die Muskulatur und den gesamten Hormonhaushalt des Körpers, ist Vitamin E zudem noch ein äußerst wirksames Antioxydans, d.h. es findet und vernichtet sogenannte 'freie Radikale'. Mit dieser Eigenschaft wird es zu einem Beschützer der Zellen und besonders der dort eingelagerten DNS gegen äußere und innere Schädigung und karzinogene Prozesse. Vitamin E wirkt als eine Art Konservierungsmittel bei vielen biochemischen Vorgängen in Zellen und Zellwänden und schützt zum Beispiel das Vitamin A, Linolsäure, eine Reihe von Hormonen, Enzymen und mehrfach ungesättigte Fettsäuren vor schädlichen chemischen Umwandlungen. 

Die wichtigsten Funktionen des Vitamins E lassen sich wie folgt zusammenfassen: 

  • Es wirkt gefäßerweiternde, besonders auf die Kapillaren, und fördert so die Durchblutung schlecht versorgter Muskelgewebe.
  • Dadurch werden Gewebe und Nerven gestärkt.
  • Es setzt den Sauerstoffbedarf der Muskelgewebe um ca. 50 Prozent herunter. Dadurch wird die Durchblutung erhöht.
  • Schmerzen und Atemnot werden verringert.
  • Als Antithrombin - gerinnungshemmende Substanz - verhindert es Blutgerinnsel und löst bereits vorhandene auf, ohne dabei den normalen Blutgerinnungsfaktor negativ zu beeinflussen.
  • Es verhindert Narbenwucherungen und bildet diese in manchen Fällen sogar zurück.
  • Es fördert die Urinausscheidung und ist daher von besonderer Bedeutung für Herzpatienten mit Wassersucht.
  • Es erhält und schützt Blutgefäß- und Kapillarwände und ist deshalb für die Behandlung von Herz-Kreislaufschäden sehr wichtig.
  • Es steigert die Durchblutung kollateraler Verbindungen - der Querverbindungen der Blutgefäße - und unterstützt den Aufbau neuer Blutkanäle, d.h. die Bildung von 'Umleitungen' bei blockierten Venen und Arterien.
  • Es stärkt die Muskelkraft und erhöht die Leistungsfähigkeit der Muskulatur, inklusive den Herzmuskel.
  • Es unterstützt alle anderen Vitamine und Vitalsubstanzen, wie Enzyme, Coenzyme, Hormone, usw. in ihren Funktionen.
  • Es ist ein wichtiges Antioxydans und schützt die Zellen und die darin enthaltenen Erbinformationen vor schädigenden Veränderungen und Zerstörung.
  • Es verhindert den zerstörerischen Vorgang der Lipidperoxidation, d.h. das 'Ranzigwerden' von ungesättigten Fettsäuren durch Verbindung mit dem Luftsauerstoff, und verhindert so die frühzeitige Zerstörung lebenswichtiger Substanzen in unserem Körper.
  • Es unterstützt die Funktion des Coenzyms Q10 bei der Nahrungsumwandlung in Zellenergie, was besonders den lebenswichtigen Organen Herz, Leber und Hirn zugute kommt.

Medizinisch wird Vitamin E in hohen Dosen angewendet bei Gefäßerkrankungen, rheumatisch bedingten Entzündungsprozessen, und vermehrt auch zur Vorbeugung gegen Herzkrankheiten und verschiedene Krebsformen. 

Der Bedarf an Vitamin E steigt während der Schwangerschaft, beim Leistungssport, körperlich schwerer Arbeit, sowie bei hohem Konsum mehrfach ungesättigter Fettsäuren und im Alter. 

Tierische Fette enthalten nahezu kein Vitamin E. Am häufigsten findet es sich in Weizenkeimen, Vollgetreide, Nüssen, Soja und Schwarzwurzeln. Verschiedene Ernährungswissenschaftler weisen außerdem auf die Bedeutung der Pflanzenöle als Vitamin E Lieferanten hin. Dies trifft jedoch nur dann zu, wenn diese Pflanzenöle nicht 'gehärtet' sind. Auch das Mehl, das früher zur täglichen Pro-Kopf-Versorgung mit etwa 100 bis 150 Milligramm zu Buche schlug, fällt heute als Vitamin E Quelle zumeist aus, da die modernen Stahlwalzmühlen dieses Vitamin im Mahlvorgang nahezu völlig vernichten. Bei gentechnisch veränderter Soja ist der Nachweis des Vitamin E Gehaltes noch ausstehend. Vollkornbrot mit Butter ist somit die zuverlässigste Kraftnahrung für körperlich aktive Menschen. Das Vitamin E im vollen Getreide hilft, das Fett sehr rasch in Körperenergie umzusetzen. 

Eine wesentliche Wirkungssteigerung kann erzielt werden, wenn Vitamin E - auch als Nahrungszusatz in hohen Dosen - zusammen mit Coenzym Q10 und etwas Fett (Butter, Milch, einige Tropfen Kürbiskern- oder Distelöl) eingenommen wird. 

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VITAMIN H (BIOTIN), wasserlöslich 

Die Entdecker dieses Vitamins wiesen ihm den Buchstaben 'H' für 'Haut' zu. Mit dieser Substanz war es möglich geworden, schwerem Haarausfall und Hautentzündungen entgegenzuwirken, deren Ursache im Experiment der Verzehr von größeren Mengen an rohem Hühnereiweiß war. Dieser Versuch fand 1942 statt und eine Anzahl von Testpersonen erhielten dabei eine biotinfreie Diät, in Verbindung mit 200 Gramm Hühnereiweiss täglich. Das im Hühnereiweiss enthaltene Avidin verbindet sich mit dem von den Darmbakterien hergestellten körpereigenen Biotin zu einem Komplex, den der Körper nicht verwerten kann und deshalb ausscheidet. Schon nach kurzer Zeit zeigten die Testpersonen deutliche Mangelerscheinungen, die sich in Hautentzündungen, Muskelschmerzen und Panikzuständen manifestierten. Sobald ihnen jedoch wieder Biotin zugeführt wurde, verschwanden diese Symptome relativ rasch wieder. 

Biotin ist wichtig für den Fettstoffwechsel, das Wachstum, sowie für das Nervensystem. Ein Mangel erhöht den Cholesteringehalt des Blutplasmas, ruft Wachstumsstörungen hervor, und führt zu Nervenstörungen, Muskelschmerzen, Appetit- und Schlaflosigkeit. 

Medizinisch wird Biotin bei Akne, schuppigen Dermatosen und einer Neigung zu entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt. Nicht ganz unumstritten sind Vitamin H Präparate gegen vorzeitiges Ergrauen der Haare, Haarausfall und brüchige Fingernägel. 

Ein Defizit entsteht durch den Verzehr größerer Mengen roher Eier oder anderer Hühnereiweißprodukte. 

Natürliches Biotin findet sich in Leber, Nieren, Gehirn, Vollmilch, Erbsen, Getreideprodukten, Hefe und im Eigelb. Da Gehirn heute in der Regel überhaupt nicht mehr, sowie Leber, Nieren und Eigelb nur mit großen Einschränkungen verzehrt werden, ist man an direkten Bezugsquellen etwas eingeschränkt. Dies wird auch dadurch erschwert, dass der Organismus nur etwa die Hälfte des Biotins aufnimmt, das in den Nahrungsmitteln enthalten ist. Da der Tagesbedarf eines Erwachsenen bei bis zu 300 Microgramm liegt, ist in vielen Fällen die Einnahme als Nahrungsergänzung empfehlenswert. 

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VITAMIN K (PHYLLOCHINON), fettlöslich  

Das 'K' steht in diesem Fall für 'Koagulation'. Dieses Vitamin liefert den Grundstoff für die Blutgerinnung und ohne diese Vitalsubstanz würden wir schon beim kleinsten Kratzer verbluten. Hinter ihr verbirgt sich eine ganze Reihe von Stoffen mit ähnlichen chemischen Eigenschaften. Hauptsächlich kommt sie in zwei Formen vor: Vitamin K 1 (Phyllochinon, Phytomenadion) ist in nahezu allen grünen Pflanzen enthalten. Vitamin K 2 (Menachinon) wird bei gesunden Erwachsenen im Körper selbst von Dünndarmbakterien gebildet und ins Blut resorbiert. Das Vitamin ist für die Bildung von Prothrombin verantwortlich, eine Vorstufe des Blutgerinnungsproteins Thrombin, das für eine normale Blutgerinnung unentbehrlich ist. 

Vitamin K wird vor allem bei Blutungen verabreicht, deren Ursachen nicht genau bekannt sind, oder vor Operationen, schweren Geburten, sowie zur Therapie-Unterstützung bei Osteoporose. Ein Defizit kann entstehen bei längerer Einnahme von Antibiotika, sowie bei Neugeborenen, deren Darmflora noch nicht aufgebaut ist. Auch bei bestimmten Darmerkrankungen, längeren Durchfällen, Störungen der Darmflora, usw., kann ein Mangel entstehen. 

Gute Lieferanten von Vitamin K sind Kohl und alle grünen Blattgemüse (Spinat, Mangold, Feldsalat, Lauch, Brennesselspinat), sowie fetthaltige Milchprodukte (Vollmilch, Rahm, Fettkäse), Fisch, Fleisch und Leber. Achtung: Alkalien (Natron) und starke Säuren (viel Essig) zerstören dieses Vitamin! 

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zuletzt aktualisiert am 02/11/2017
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